Mahnwache in Stralsund: „Afghanistan nicht sicher!“

Am Samstag fand in Stralsund eine Mahnwache statt, die sich thematisch gegen die Abschiebung nach Afghanistan wendete. Die Teilnehmer solidarisierten sich insbesondere mit Flüchtlingen aus Afghanistan. 12000 Afghanen sollen bundesweit in den nächsten Wochen in das Kriegsgebiet abgeschoben werden.

Nach internen Recherchen scheint momentan aus Stralsund kein Geflohener betroffen zu sein. Die afghanischen Flüchtlinge in Stralsund unterliegen momentan offenbar einem Abschiebestopp. Eine Familie soll jedoch demnächst abgeschoben werden, allerdings über das Drittland Ungarn. Ungarn ist bekannt dafür die Menschenrechte zu verletzen. Die Bedingungen für Flüchtlinge sind dort miserabel.

Ein Vertreter von „Rock gegen Rechts Stralsund e.V.“ und ebenfalls eine Vertreterin vom Bündnis „Menschen für den Frieden“ Sprachen auf der Mahnwache zu den Teilnehmern.

Neben den Redebeiträgen konnte die Ausstellung „Asyl ist Menschenrecht“, die von Rock gegen Rechts Stralsund e.V. gestellt wurde, angeschaut werden.
Die Ausstellung kann jederzeit bei dem Verein gemietet werden. Mehr Infos zur Ausstellung unter www.rockgegenrechts.com.

Insgesamt versammelten sich auf dem Olaf-Palme-Platz ca. 50-60 Personen. Darunter auch einige Flüchtlinge unter anderem aus Afghanistan und Syrien.

Rechtsextreme störten jedoch die friedliche Zusammenkunft.

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Landesweite Mahnwachenaktion: Aghanistan – nicht sicher in Stralsund, Ribnitz-Damgarten und Bergen auf Rügen

Liebe Freunde und Freundinnen,

Wir möchten Euch einladen, mit uns gemeinsam am
14.1.2017 um 15:30 Uhr gegen Abschiebungen nach Afghanistan auf die Straße zu gehen.

„Afghanistan ist nicht sicher – Jede Abschiebung dorthin ist Unrecht!“

An diesem Tag treffen sich in ganz Mecklenburg-Vorpommern an vielen Orten Menschen, um den Politikern zu zeigen: Wir wollen keine einzige Abschiebungen aus MV nach Afghanistan!

[Flyer in Deutsch, Dari und Englisch als PDF zum selbstausdrucken downloaden]

Wir treffen uns am 14.1.2017 um 15:30 Uhr auf dem Olof-Palme-Platz/Theatervorplatz in Stralsund.
Ladet Eure Freunde ein und kommt mit Euren Familien. Wir versammeln uns friedlich. Wir freuen uns, euch zu sehen und auch kennenzulernen!
Helft uns mit mit Eurer Teilnahme an dieser friedlichen Demonstration Abschiebungen von Afghaninnen und Afghanen zu verhindern.

Lasst uns nicht nur Deutschland, sondern auch anderen europäischen Ländern zeigen, dass „Afghanistan – Nicht sicher!“ ist.

Unsere Facebookveranstaltung: https://www.facebook.com/events/245522912543766/

weitere Mahnwachen in Vorpommern-Rügen:

Bergen auf Rügen, 14 Uhr, Marktplatz
Ribnitz-Damgarten, 12 Uhr, Friedensgeläut

Facebook: www.facebook.com/afghanistanmv


دوستان گرامی ،

ما شما را دعوت می کنیم تا علیه دیپورت به افغانستان ، همراه با ما به خیابانها برویم.
در چهاردهم جنوری سال 2017 ساعت 15:30.

„افغانستان امن نیست – هر دیپورت به آنجا ناعادلانه میباشد“

در این روز مردم در سرتاسر ایالت مکلنبورگ فورپومن ، در بیشتر شهر ها و قریه ها ملاقات میکنند تا نشان بدهند : ما حتی یک دیپورت از ایالت مکلنبورگ فورپومن به طرف افعانستان را نمی خواهیم .
ما در تاریخ 14.1.2017 ملاقات خواهیم کرد. مکان :
Olof-Palme-Platz/Theatervorplatz

دوستان و خویشاوندان خود را دعوت کنید.
ما به شکل صلح آمیز یکجا می شویم.
ما از دیدن شما و شناختن شما خوشحال خواهیم شد !

لطفا با اشتراک کردن در این تظاهرات صلح آمیز از دیپورت شدن یک برادر و یا خواهر هموطن تان جلوگیری کنید.نه تنها به آلمان بلکه به تمام کشورهای اروپایی نشان دهیم که „افعانستان امن نیست“


Dear friends,

We want to invite you to go together with us on the streets against deportations to Afghanistan on
14th January 2017 at 15:30 o clock.

„Afghanistan is not safe – Every deportation to there is injustice!“

At this day people will meet in all Mecklenburg-Vorpommern in many cities and villages to show to the politicians: We do not want one single deportation from Mecklenburg-Vorpommern to Afghanistan!

We will meet at 15:30 on 14.1.2017 at this place:
Stralsund, Olof-Palme-Platz/Theatervorplatz

Invite your friends and families. We will come together peaceful. We will be happy to see you and to get to know you!
With your participation in this peaceful demonstration help us to prevent deportations of Afghani people.

Lets show not only to Germany, but even to other European countries, that „Afghanistan is not save!“

Facebook: www.facebook.com/afghanistanmv

AG Flüchtlingshilfe nun eigenständiger Verein

Egal ob Fahrradwerkstatt, Sprachkurse inkl. Kinderbetreuung, allgm. Begleitung von Geflohnen, das Begegnungscafe oder regelmäßige Sportangebote. In Stralsund hat sich ein breites Netzwerk der Flüchtlingshilfe etabliert. Ein Teil davon ist die „AG Flüchtlingshilfe“, die sich mit Hilfe von „Rock gegen Rechts Stralsund e.V.“ entwickelt hat und nun in einem dafür selbst gegründeten Verein („AG Flüchtlingshilfe Stralsund e.V.“) mündete. Neben den oben genannten Aktivitäten der AG gibt es weitere Initiativen, Vereine, Institutionen und  Kinder- und Jugendhilfeträger die gemeinsam mit der „AG Flüchtlingshilfe Stralsund e.V.“ sich für mehr Integration einsetzen.

Bei der AG zählt: 100% Ehrenamt!

Da wir auch zu 100% ehrenamtlich tätig sind, möchten wir euch folgendes ans Herz legen: engagiert euch neben eurem Beruf!

Facebook: https://www.facebook.com/agfluechtlingshilfe/

Homepage: agfluechtlingshilfe.org

Asylpaket 2 stoppen – Protestbrief an die „große Politik“

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Sehr geehrte Damen und Herren,
mit diesem Schreiben möchten wir Sie um Unterstützung bitten. Bestürzt haben wir die Einigung von SPD und CDU/CSU auf eine Verschärfung der Asylgesetzgebung aufgenommen. Bitte wirken Sie nach Ihren Möglichkeiten daran mit, dass diese nicht zur Verabschiedung kommt.

Wir sind erschrocken über die Aushöhlung des gerade für Deutschland so wichtigen Rechtes auf Asyl.
Hier in Mecklenburg-Vorpommern und in ganz Deutschland gibt es seit dem letzten Jahr ein unglaubliches Engagement von vielen Menschen, um Geflüchtete bei ihrer Ankunft in Deutschland zu unterstützen, sie mit dem Nötigsten zu versorgen und ihnen Zugänge zur hiesigen Gesellschaft zu eröffnen. Ohne die Mithilfe von uns allen wären vielerorts die zuständigen staatlichen Organe noch überforderter.
Während wir versuchen, Wohnungen, Deutschkurse und Patenschaften zu vermitteln, werden nicht etwa Gesetze geschaffen, die uns in der ehrenamtlichen Arbeit unterstützen, sondern solche, die unseren schärfsten Kritiker_innen nach dem Mund kommen. All die lobenden Worte über das große zivilgesellschaftliche Engagement in Deutschland erscheinen uns vor diesem Hintergrund als Lippenbekenntnisse.

Die geplanten Änderungen widersprechen jeglichem humanitären Anspruch, für den wir uns mit all unseren Kräften einsetzen: Asylverfahren in wenigen Wochen ohne eine Chance auf eine fundierte individuelle Prüfung? Verwirken des Rechts auf Asyl wegen Residenzpflichtverletzungen oder der Unterstellung der Passvernichtung? Abschiebung trotz Trauma oder Krankheit? Kein kurzfristiger Familiennachzug für Menschen, denen in ihrer Heimat Tod oder Folter droht? Weitere sichere Herkunftsländer per Definition? Wie soll dies alles mit der Idee eines Grundrechts auf Asyl vereinbar sein? Und wie mit dem Grundsatz der allgemeinen Menschenrechte, an dem wir als demokratischer Staat festhalten sollten?
Überdies lassen uns die Erfahrungen, die wir im letzten Jahr machen durften, die Kontakte die wir knüpften und die Geschichten der Menschen, die wir gehört haben, eine Vorahnung davon bekommen, welche Ungerechtigkeiten und welches unfassbare menschliche Leid mit den geplanten Maßnahmen verbunden sein werden.

Die Gesetzesänderung spielt der in Deutschland erstarkenden Rechten in die Hände, indem er sie in ihrer Rhetorik bestärkt. Er wird sie aber nicht befrieden. Ihre Forderungen werden immer weitergehen. Gleichzeitig drängt er Menschen, die Geflüchtete unterstützen und diesbezüglich an die Regierungen appellieren, an den gesellschaftlichen Rand.
Das Asylgesetz soll Menschen schützen und sie nicht ihrer Menschenrechte berauben.

Der vorliegende Gesetzesentwurf widerspricht diesem Grundgedanken: Er wirkt nicht dagegen, dass überall in Deutschland Flüchtlingsunterkünfte angegriffen werden und allerorten als „Asylkritiker“ getarnte Neonazis und Rassist_innen sich organisieren und aufmarschieren. Er schafft keine sicheren Fluchtwege und verhindert nicht, dass tausende Menschen an den Europäischen Außengrenzen sterben. Und schon gar nicht hilft er Menschen in ihren Anstrengungen, hier ein neues Zuhause zu finden.
Er schwächt nur diejenigen, die versuchen, sich in diesen Bereichen zu engagieren und die Menschen, die weltweit von Krieg und Verfolgung betroffen sind.
Auch das geplante Gesetz zur schnelleren Ausweisung straffälliger Ausländer schafft nicht mehr Sicherheit sondern begegnet sexualisierter Gewalt und Kriminalität mit rassistischen Zuschreibungen. Die NPD hat schon in den 90er Jahren gefordert: „Kriminelle Ausländer raus!“
Wenn die großen Bundesparteien nicht beginnen, zu den sozialen und christlichen Prinzipien zurück zu finden und sich vehement für diese einzusetzen, werden sie für die entsprechenden zivilgesellschaftlichen Bewegungen immer unglaubwürdiger. Wir wünschen uns für jetzt und die Zukunft Ihren Einsatz, um demokratische Grundwerte und Menschenrechte in Deutschland zu stärken und zu schützen. Um jetzt nicht dem Druck von rechts nachzugeben, ist es wichtig, Profil zu zeigen. Nur so können wir dem so salonfähig gewordenen Rechtspopulismus gemeinsam entgegen treten.
Für ein persönliches Gespräch und Nachfragen stehen wir gerne zur Verfügung und freuen uns, wenn Sie sich mit uns in Verbindung setzen.

Mit freundlichen Grüßen,
Greifswald hilft Geflüchteten

Beds-for-Refugees

Greifswald Willkommen in Greifswald

Willkommenskultur Torgelow n.e.V.

Demokratiebahnhof Anklam

Rock gegen Rechts Stralsund e.V.

AG Flüchtlingshilfe Stralsund

einfachhandeln e.V. (Stralsund)

Stralsund global

Arbeitskreis kritischer Jurist_innen

Greifswald Internationales Kultur- und Wohnprojekt (IKuWo e.V.)

Linksjugend[‚SDS] Greifswald

Brinke 26 e.V.

Kultur- und Initiativenhaus Greifswald e.V.

Helfen leicht gemacht in Vorpommern-Rügen – AG Flüchtlingshilfe informiert über die Möglichkeiten

aglogowhiteLiebe Helferinnen und Helfer, liebe Neugierige,

täglich wenden sich Menschen an die AG Flüchtlingshilfe, weil sie Geflüchtete unterstützen möchten. Wunderbarerweise gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten, sich für Flüchtlinge einzusetzen, doch sind diese mittlerweile recht schwierig zu überblicken.

Damit ihr nicht lange mit Suchen und Nachfragen beschäftigt seid, sondern gleich loslegen könnt, haben wir eine Übersicht darüber erstellt, was ihr tun und an wen ihr euch wenden könnt.

In einem Dokument findet ihr Möglichkeiten, wie ihr kurzfristig helfen (Spenden, Fährbegleitung, Lebensmittelversorgung etc.) könnt. Weiterhin erhaltet ihr Informationen darüber, wie ihr euch langfristig für Flüchtlinge engagieren (Sprachkurse, Patenschaften, Fahrradwerkstatt, AG-Treffen etc.) könnt. Falls ihr Interesse an der Auflistung habt, fordert sie an unter agfluechtlingshilfe@systemausfall.org

Vielen Dank, dass ihr euch für eine Willkommenskultur einsetzt, die Flüchtlinge dieser Tage
so dringend brauchen!

Anne-Susann Weiß
Im Namen der AG Flüchtlingshilfe

Info zur AG Flüchtlingshilfe:

Die AG Flüchtlingshilfe hat es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, Flüchtlingen dabei zu helfen, Probleme aller Art zu lösen.
Falls Sie Hilfe oder Rat rechtlichen oder alltäglichen Fragen benötigen oder Schwierigkeiten mit Behörden haben, kontaktieren Sie uns bitte via Facebook oder per E-Mail. (homepage AG Flüchtlingshilfe)

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The AG Flüchtlingshilfe (Refugee Support Association) wants to help creating a culture of welcome which seems to be really important and getting more important these days. Besides the people learning German have the possibility to practice German with native speakers while having conversations.

The AG Flüchtlingshilfe (Refugee Support Association) is an organisation which helps refugees solving problems which come around when you are not familiar with the country you are living in.
In case you need some help or advice concerning everyday life, laws, public authorities etc. please contact us via facebook or write an e-mail. (homepage AG Flüchtlingshilfe – Refugee Support Association)